Termine 2026
Sonntag, 25.01.2026 10:00 - 16:30 Uhr (Co Therapeutin Özlem)
Sonntag, 15.02.2026 10:00 - 16:30 Uhr (Co Therapeutin Özlem)
Sonntag, 08.03.2026 10:00 - 16:30 Uhr (Co Therapeutin Lisa)
Sonntag, 19.04.2026 10:00 - 16:30 Uhr (Co Therapeutin Özlem)
Sonntag, 31.05.2026 10:00 - 16:30 Uhr (Co Therapeutin Lisa)
Sonntag, 07.06.2026 10:00 - 16:30 Uhr (Co Therapeutin Özlem)
Standort: Yoveda Austria, Am Spitz 16/14 1210 Wien (Eingang neben Bettenreiter), 5 Gehminuten vom Bahnhof Floridsdorf, S-Bahn, U6, Straßenbahnen 25 , 26, 30 und 31.
Teilnahmebedingungen:
Als AnliegenbringerIn: ein laufender psychotherapeutischer Prozess (muss nicht bei mir sein), in welchen die Familienaufstellung eingebettet wird, sehe ich als wichtig um Themen zu bearbeiten, die durch die Aufstellung an die Oberfläche treten. Jede/r Anliegenbringer/in muss vorher einmal als RepräsentantIn bei einer Familienaufstellung dabei gewesen sein und sich selbst für die Rolle der RepräsentantIn zur Verfügung stellen. Kosten für eine Familienaufstellung für Nicht-Klientinnen bei mir EUR 150,00.
Als RepräsentantIn: Offenheit und Freiwilligkeit am Prozess einer Aufstellung teilzunehmen, Selbstverantwortlichkeit bei Bedarf nach dem Seminar weitere therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Kostenbeitrag für die Selbsterfahrung und Verpflegung EUR 25,00. Dieser Betrag muss mindestens 1 Monat vorher überwiesen werden. Bei kurzfristiger Absage wird der Betrag nicht rückerstattet, es kann eine andere Person stattdessen entsandt werden oder bei einem anderen Termin nachgeholt werden.
Familienaufstellungen
Ich bin in meiner Ausbildung zur systemischen Familientherapeutin erstmals mit Familienaufstellungen in Berührung gekommen. Ich wurde Christine Blumenstein-Essen (www.apsys.org) in Familienaufstellungen ausgebildet und von Eelco de Geus (www.lebenimdialog.at) fallsupervisorisch mit Aufstellungsarbeiten begleitet. Durch die beiden und die verstorbene Virginia Satir ist meine Leidenschaft und Neugier für Familienaufstellungen geweckt worden und seit 2023 biete ich diese Leistung im Rahmen meiner psychotherapeutischen Praxis an.
Ich habe meine Abschlussarbeit dem Thema „Die systemische Therapie und ihre Methoden der Externalisierung bei Traumafolgestörung“ gewidmet. Hier ein paar Auszüge, welche die systemische Aufstellungsarbeit beschreiben:
Bei der systemischen Aufstellungsarbeit geht es nicht darum, etwas vorzuspielen, daher werden die aufgestellten Personen auch nicht (mehr) als Rollenspielerinnen/Rollenspieler bezeichnet. Es geht darum, den eigenen Körper als Wahrnehmungsorgan für das fremde System, welches aufgestellt wird, zur Verfügung zu stellen. Aufgrund dieser „repräsentierenden“ Wahrnehmung, wird der Begriff Repräsentantin/Repräsentant verwendet. Wo sonst In formationen durch direkte Mitteilung, Beobachtung oder Bekanntschaft mit den betroffenen Personen gewonnen werden, geben die Repräsentantinnen/Repräsentanten „kor rekte“ Informationen über ein fremdes System allein über ihre Körperwahrnehmung (Weber 1998 S. 51). Der Körper gilt also nicht nur als „innere Weisheit“ bezüglich der eigenen Person, sondern kann als Instrument der Wahrnehmung von Beziehungsordnungen in Familienaufstellungen genutzt werden.
Teilnehmende von Aufstellungen können ihre Wahrnehmung trainieren und mit einer immer größeren Gewissheit eigene von fremden Gefühlen unterscheiden lernen. Die repräsentierende Wahrnehmung steht den meisten Teilnehmenden kurz nach Beginn ohne viele Erörterungen bereits zur Verfügung. Dies spricht dafür, dass die Fähigkeit Beziehungsstrukturen in der Umgebung einzuschätzen (repräsentierende Wahrnehmung), bereits in der frühkindlichen Entwicklung eine wichtige Bedeutung zukommt (Weber 1998 S. 56, Baxa et al 2002 S. 46).
Was kann das Familien-Stellen dazu beitragen, ein Trauma aufzulösen?
Es geht um die korrigierende Erfahrung, also eine psychische Neutralisierung der belastenden Erfahrungen. „Die Korrektur geschieht durch eine dem Mangel entgegenwirkende und diesen ausgleichende Neuerfahrung. Die Lösung kann als individuumsbezogen gesehen werden“ (Weber 1998 S. 117). Es kann sich aber ebenso um unaufgelöste Schicksalskräfte aus vergangenen Generationen handeln. Auch hier geht es um eine psychische Neutralisierung der belastenden Erfahrungen, jedoch liegt der Schwerpunkt auf der Lösung der Schicksalsbindungen im gesamten System und nicht beim Individuum allein (Weber 1998 S. 117). Für Insa Sparrer hat sich in über 20 Jahren und tausenden von Aufstellungen gezeigt, dass die Veränderungen im aufgestellten System immer wieder auch Veränderungen im abgebildeten System eingeleitet haben (Sparrer 2007 S. 78).